Leidenschaft und Engagement
- Silvana Mieth -
Nach nur zwölf Jahren gemeinsamen Volleyballs haben wir es aus eigener Kraft geschafft, in der Oberliga oben mitzumischen und in die Regionalliga
aufzusteigen.
Und all das begann in Klein Ilsede
Mit der Volleyball - AG in der Schule fing vor zwölf Jahren alles an. Mädchen und Jungen, die Lust am
Sport hatten, trafen sich einmal in der Woche nach der Schule, um Volleyball zu lernen und zu spielen. Von Anfängern bis Fortgeschrittenen war alles
vertreten. Die zwei
Stunden wöchentlich stellten sich jedoch auch auf eine gewisse Art und Weise als Talentsuche heraus.
Zeljko Popovic, damaliger
Erfolgstrainer des VfL Uetze, setzte sich zum Ziel, Schülern seine Leidenschaft für den Volleyballsport zu vermitteln. Dies dauerte auch nicht
lange und der Funke sprang besonders auf drei seiner Schülerinnen über. Anika Behrens, Franziska und Silvana Mieth hatte schnell eine ähnliche
Leidenschaft gepackt und sie wollten nun noch öfter in der Woche dem mittlerweile bunten Ball hinterherjagen. Trainer Popovic lud dafür zum
Training in die Mehrzweckhalle in Klein Ilsede ein. Dort befanden sich bereits Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren, u.a. Danijela Durcevic, die ebenso
dem Volleyballsport verfallen waren. Es wurde mit sehr viel Engagement trainiert, zahlreiche Turniere gespielt und erstmals für die Saison 1996/1997
wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Volleyballlaufbahn gelegt. Die Teilnahme an Punktspielen unter TV Klein Ilsede II wurde gemeldet.

Kribbeln im Bauch
Wie aufgeregt und nervös wir am ersten richtigen Spieltag in den grün/weißen Trikots waren. Außerdem dieses Kribbeln im Bauch und gleichzeitig
die Angst, den am Spielfeldrand stehenden Eltern nicht sein ganzes Können zeigen zu können. Aber zu unserem eigenen Erstaunen gewannen wir dieses Spiel,
das nicht von Zeljko Popovic persönlich, sondern von seinem damals erst 14-jährigen Sohn gecoacht wurde. Und es sollte nicht bei nur einem Sieg bleiben.
Prompt war der Aufstieg ohne Spielverlust in die nächsthöhere Klasse bzw. Liga geschafft. Von der Kreisklasse bis zur Bezirksliga kam es zum Durchmarsch.
Jede Saison wurde von uns mit großer Begeisterung und vor allem erfolgrei6ch gemeistert. Jedoch hatten auch wir mit der Zeit mit erheblichen
Spielerverlusten zu kämpfen. Manche Gesichter, die anfangs mit uns gestartet sind, sah man immer seltener. Dafür gesellten sich zu uns Vieren,
dem harten Kern, glücklicherweise neue und ebenso begeisterte Spielerinnen. Daniela Rohde, Carmen Janke und Anke Kalemba konnten wir ebenfalls in
unseren Bann und fast bereits entstandenen Volleyballwahnsinn ziehen. Die Spielbegeisterung sollte kein Ende nehmen. Mittlerweile wurde zweimal
wöchentlich trainiert und der Namen änderte sich in TV Klein Ilsede I. Nun waren wir die Erste Damenmannschaft des TV Klein Ilsede.
Der Aufstieg
in die Landesliga bedeutete für uns den Umzug aus unserer lieb gewonnenen Klein Ilseder Halle in die Stadionhalle in Groß Ilsede, denn leider war
unsere alte Halle nicht mehr für die Landesliga zugelassen. Die Volleyballspielgemeinschaft Ilsede wurde ins Leben gerufen. So hatten wir eine neue
Halle und schnell folgte auch noch eine dritte Trainingseinheit. Dies gab jedoch keinen Anlass zum Stöhnen. Die Trainings- und Spielbegeisterung
wuchs von Jahr zu Jahr und so kam das zusätzliche Training nur gelegen.
Ansteckungsgefahr
Der Zusammenschluss mit VT Union Groß Ilsede brachte aber
nicht nur eine neue Halle, sondern auch weiteren personellen Zuwachs. Lena Forberg aus Groß Ilsede und Julia Stumpe aus Peine gesellten sich zu
unserer Runde. Auf dem Weg hierher verließ uns Anika Behrens jedoch aus gesundheitlichen Gründen. Vanessa Könecke, ebenfalls aus Peine, fand ebenso
den Weg nach Ilsede. Mit dieser Besetzung steckten wir uns das Ziel, weitere Spiele zu gewinnen und den Aufstieg in die nächste Klasse zu erreichen.
Nach jeweils zwei Jahren in der Bezirks- und Landesliga schafften wir es endlich in die
Verbandsliga. Auf diesem Weg verloren wir leider Julia Stumpe
an die UNI- Stadt Darmstadt, aber dafür konnten wir Heike Kirchhoff, ehemalige Bundesligaspielerin, für unsere Mannschaft gewinnen. Seit dem Start
der aktuellen Saison 2004/2005 begleiten uns außerdem Nadin Pankrath und Wiebke Clark. Neben dem Spaß am Sport war nun der Aufstieg in die Oberliga
das angestrebte Ziel.
Und auch dieses konnten wir in der Saison 2006/2007 erreichen!
Nun mit zusätzlicher Unterstützung von Friederike Krüger.
In unserem zweiten Jahr in der Oberliga zogen wir junge Talente aus unserer eigenen Zweitvertretung hoch. So war es geplant, mit Inna Schmidtheisler,
Lena Basedow, Janine Kelm und Dana Krala eine neue Mannschaft zu formen, die auch in der Oberliga wieder oben mitmischen und vom Aufstieg in die
Regionalliga träumen kann.
Und der Traum ist beim Relegationsturnier im April 2008 in Erfüllung gegangen.
Mit Linda Hammes konnten wir für die
neue Saison 2008/2009 eine 2.Liga erfahrene Spielerin dazugewinnen und wollen nun auch in der dritthöchsten deutschen Spielklasse erfolgreich mitmischen.